Wir testen für euch vegane Produkte und verraten euch, was sich lohnt und welchen Einkauf ihr euch sparen könnt

Hier findest du hilfreiche Tipps rund um das Thema vegane Ernährung und Food Coaching im Fitness-Bereich. Um über weitere Themen informiert zu bleiben abonniere unseren Newsletter. Du interessierst dich für einen veganen Ernährungsplan oder ein Diät-Coaching? Wir haben da etwas für dich!

In diesem Artikel

  1. Knusprige Chips von Heimatgut
  2. Glutenfreies Kastanienbrot von Frankenkorn
  3. Glutenfrei Binden mit Agar-Agar
  4. Knabberspaß aus Quinoa
  5. Mais-Reis-Nudeln von Orgran

Unsere Tops und Flops im Januar 2017

Wer unsere bisherigen Food-Hauls kennt weiß, dass wir primär proteinreiche, vollwertige und nach Möglichkeit Produkte aus biologischem Anbau kaufen. In diesem Food Haul kommt noch eine Besonderheit dazu - wir ernähren uns nach einem 6-wöchigen gluten- und sojafreiem Ernährungsplan. Dementsprechend anders sehen die Produkte diesen Monat im Einkaufswagen aus! :)

Deftiges und süßes von Heimatgut: Wirsingchips und knusprige Kokos-Chips

Zugegeben, wir haben eine kleine Liebesaffäre mit Hefeflocken. Kaum ein deftiges Essen, bei dem wir nicht die würzigen Hefeflocken im Parmesan-Style über den Teller streuen. Und Senf ist sowieso ein Must-Have in der veganen Küche: vom Salatdressing bis hin zur käsigen Soße lassen sich mit verschiedenen Senf-Arten spannende Gerichte zaubern.

So gesehen war es vermutlich Schicksal, dass wir bei unserer Bestellung bei der Boutique Vegan ein paar Tüten der Heimatgut Produkte mit bekommen haben - darunter auch die Wirsing-Chips Sorte "Sweet Mustard".

Wirsing-Chips

Die Wirsing-Chips sind knusprig und duften verführerisch. Der Wirsing ist mit leckerem Senf, Hefeflocken und Zwiebelpulver gewürzt, abgeschmeckt mit Zitrone, Sonnenblumenkernen und Apfelessig. Für den süßen Part bei den Wirsing-Chips kommt nicht Honig zum Einsatz sondern Agavendicksaft. Eine gelungene Kombination!

Wir finden sie so lecker, dass wir die ganze Tüte mit 35 Gramm Inhalt am Stück leer knuspern. Das ganze jedoch ohne schlechtes Gewissen, denn die Chips sind nicht frittiert und damit relativ fettarm.

Zum Vergleich: klassische Kartoffelchips haben um die 35g Fett auf 100g, die Wirsingchips liegen bei 19,5g Fett (aus Sonnenblumenkernen).

Was uns an Heimatgut besonders gefällt ist neben dem typischen Charme eines Startup-Feelings die Firmenphilosophie:

"(...) Wir lieben Chips. Daher waren wir immer auf der Suche nach einem Chip, den man zwischendurch mal ‘snacken’ kann, ohne direkt anzusetzen. (...) Schnell kamen wir auf den Wirsing als Grundlage für unsere Chips, denn er ist reich an Vitaminen und Mineralien und dabei sehr kalorienarm."

Mehr dazu auf der Heimatgut Website

Die Chips sind vegan (klar) und als glutenfrei gekennzeichnet. Da Wirsing die Basis der Chips ist sind die Chips zudem relativ Kohlenhydrat-arm, reich an Ballaststoffen und Omega-3-Fetten.

Die Chips werden nicht frittiert sondern in mehr als 20 Stunden langsam und schonend gedörrt. Der Kohl wird laut Hersteller von Bauern aus der Hamburger Region bezogen.

Darüber hinaus gibt es die Chips auch noch in den Sorten (vegan) "Sour Cream & Onion", "Italien Herb" und (vegan) "Cheesy Paprika".

Fazit: 4,5 von 5 Punkten, klare Kaufempfehlung
Einen viertel Punkt Abzug lediglich für den Agavendicksaft (wir sind keine Fans von zugesetztem Zucker oder Zuckervarianten, finden aber den Kohlenhydratanteil und die verwendete Menge in den Chips jedoch noch absolut ausgewogen).
Einen weiteren Mini-Abzug gibt es für den verhältnismäßig hohen Preis, kostet eine Tüte mit überschaubaren 35g doch stattliche 3,20€. Dennoch sehen wir auch die Verpackungsmenge positiv, verleiten große 100g oder 200g Tüten doch zum übermäßigen Schlemmen, was bei Chips sowieso nicht so zu empfehlen ist.

Tipp

Du kannst Wirsing-Chips auch einfach im Backofen selbst machen: dazu die Wirsing-Blätter mit einer Paste aus Senf, Erythrit, Salz und einem Schuss Essig marinieren und bei 175 Grad Umluft ca. 15 bis 20 Minuten backen und im Backoffen austrocknen lassen.

Kokoschips

Die Kokoschips von Heimatgut fallen uns allein schon wegen der kreativen Sorten auf: Salt & Vinegar, Chocolate und Wasabi landen in unserem Einkaufskorb. Es sind leckere Kombinationen, die Lust auf mehr machen.

Schon beim ersten Knuspern der süßen Kokos-Schoko-Chips sind wir Fans! Die Chips sind mehrfach geröstet und damit schön knusprig. Statt normalem Zucker wird Kokossirup verwendet, fein abgestimmt mit den restlichen Zutaten.

Auch sehr lecker ist die eher deftige Variante mit Salt & Vinegar, eine kreative Idee wie wir finden, die Kokosnuss zum typischen Fernseh-Snack umzuwidmen.

In einer Tüte sind 40g Chips, die bei Rewe z.B. ca. 2,50€ kostet.

Da es sich natürlich um ein Kokosprodukt handelt überrascht es nicht, dass das Produkt sehr fettreich und hoch-kalorisch ist. Dennoch finden wir, dass es sich um einen schönen Snack handelt, der auch gut zur Garnitur von z.B. Suppe oder Porridge verwendet werden kann.

Glutenfreies Kastanienbrot von Frankenkorn

Wir sind sowieso keine großartigen Brot-Esser und haben bisher v.a. veganen Joghurt oder Haferflocken in allen möglichen Variationen gegessen. Da beides aber im aktuellen Ernährungsplan weg fällt experimentieren wir mit verschiedenen selbstgemachten Aufstrichen aus Bohnen und Kichererbsen und brauchen dazu natürlich eine passende Scheibe Brot.

Glutenfreies Brot hat nicht immer den besten Ruf: das Gluten im klassischen Weizen hat sich nicht ohne Grund in der Bäckerbranche durchgesetzt, da Gluten, also der Weizenkleber eine besonders gute Backeigenschaft hat und Brote besonders fluffig macht.

Um hier also gar nicht erst falsche Erwartungen zu schüren, die Enttäuschungspotential bieten, setzen wir neben der Allzweckwaffe Maiswaffeln auf eine glutenfreie Brotsorte, die eher an Pumpernickel erinnert.

Das Kastanienbrot von Frankenkorn besteht aus Reis, Hirse, Mais und Reis sowie Kastanienmehl. Die Grundphilosophie des glutenfreien Backens verschiedene Mehlsorten zu mischen wurde auf alle Fälle schon mal eingehalten!

In einer Packung von 250 Gramm sind 4 Scheiben, daran erkennst du schon die Ähnlichkeit zum klassischen Pumpernickel und wie gehaltvoll eine Scheibe Brot ist.

Geschmacklich ist es solide, es gibt kein entseztes "oooh!", wie es schon bei anderen glutenfreien Backwaren vorgekommen ist. Der Kastaniengeschmack ist leider nur sehr dezent vorhanden, hier hätten wir uns etwas mehr erhofft.

Zutaten: Getreideerzeugnisse* (Vollreis*, frisch geschrotet (35%), Hirsekörner* (8%), Vollmaisschrot*, Reisquellmehl* (4%)), Wasser, Kastanienmehl* (7%), Verdickungsmittel Guarkernmehl*, Meersalz, Hefe*

Nährwerte: 100 Gramm haben knapp 200 Kalorien, sodass man mit 2 Scheiben Brot (knapp 62g pro Scheibe) zzgl. Belag bereits ein solides Frühstück oder kleines Abendbrot beisammen hat. Das Brot ist fettarm, die Kalorien stammen hauptsächlich wie für Brot typisch aus Kohlenyhdraten.

Die Packung kostet in Netz bei der Boutique Vegan z.B. um die 2,40€ und ist auch in gut sortierten Bioläden oder Reformhäusern erhältlich. Das Produkt trägt das Bio-Zertifikat und ist glutenfrei ausgewiesen und damit für Allergiker geeignet.

Fazit: 4 von 5 Punkten
Für ein glutenfreies Brot spielt es definitiv in der oberen Liga, ist es doch saftig und lecker. Einen Punkt Abzug gibt es für die nicht getroffene Erwartungshaltung des Produktnamens "Kastanienbrot", hier hätten wir uns einen nussig-erdigeren Maroni-Geschmack gewünscht.

Agar Agar

Kalorienarmer Proteinpudding mit Agar-Agar, glutenfrei & sojafrei

Das kalorienfreie Bindemittel aus Rotalgen hat es während unserer soja- und glutenfrei Challenge wieder aus dem hinteren Eck des Vorratsschrankes nach vorne ins Kochregal geschafft. Mit Agar Agar lassen sich nach kurzem Aufkochen des Pulvers in Wasser oder veganer Milch einfache Cremes oder Puddings zubereiten.

Mit dieser glutenfreien Zutat zaubern wir uns einen Ersatz für das geliebte vegane Joghurt, welches sonst gerne zum Frühstück oder Post-Workout-Protein Snack gegessen wurde. Dank verschiedener Milch-Sorten, entölter Nussmehle oder Proteinpulver können wir dem Pudding dann auch ein vergleichbares Nährstoffprofil zusetzen. Allein die Konsistenz ist anders, Pudding ist eben Pudding und eher geliert und Joghurt irgendwie cremiger.

Knabber-Spaß aus Quinoa

Bei der Boutique Vegan finden wir Chips bzw. Flips aus Quinoa! Kennen wir das gesunde glutenfreie Getreide bisher eher als deftige Beilage, süßen Frühstücksbrei oder gepufft in Joghurt oder Müsli so gibt es von Eat Real nun auch eine deftige Knabber-Variation aus Quinoa.

Die Quinoa-Puffs erinnern an besonders große Erdnussflips, schön knusprig, leicht fettig, angenehme Schärfe und wirklich leckeres "Käse"-Aroma (natürlich vegan)! In einer Tüte stecken 80 Gramm des leckeren Knabber-Snacks, Kostenpunkt ca. 2,80€.

Die Knabberei ist wie zu erwarten sehr gehaltvoll: satte 459 Kalorien schlagen pro 100 Gramm zu buche. Damit sind die Quinoa-Puffs jedoch dennoch minimal figurfreundlicher als klassische Kartoffelchips, die je nach Sorte meist um die 520 bis 560 Kalorien liegen. Statt üblichen 35 Gramm Fett für Kartoffelchips kommen die Quinoa-Puffs auf nur 25 Gramm.

Das ganze macht uns neugierig und wir stöbern weiter im Eat Real Sortiment: Die Linsen-Chips (nur 19,5g Fett und knapp 9g Protein auf 100 Gramm) und Hummus-Chips (nur 17g Fett auf 100 Gramm) von Eat Real werben sogar damit bis zu 45% weniger Fett als herkömmliche Kartoffelchips zu haben, was hinkommt wenn wir sie z.B. mit den klassischen Pringels (33g Fett auf 100 Gramm) vergleichen.

Eat Real ist ein Unternehmen aus Leicester, UK welches neben den salzigen Knabberein auch Müsliriegel und Nuss-Mischungen anbietet, in ihrer Convinience-Produktsparte finden wir jedoch auch Produkte mit Fleisch, dafür gibt es Punktabzug, da wir generell rein vegane oder zumindest vegetarische Firmen bevorzugen.

Fazit: 4 von 5 Punkten, klare Kaufempfehlung als Alternative zu klassischen Chips oder Flips für besondere Anlässe

Glutenfreie Nudeln von Orgran

Wir waren glutenfreier Pasta zunächst sehr skeptisch gegenüber, sind wir in der Vergangenheit doch von Nudeln v.a. aus Maismehl sehr enttäuscht worden. Die bunte Pasta von Orgran hingegen macht Schluss mit jeglichen Vorurteilen! Die weißen, grünen und roten Muscheln sind aus Maismehl und Reismehl und mit einer Kochdauer von knapp 10 Minuten vergleichbar mit normaler Pasta.

Den Packungshinweis, die Nudeln nicht zu verkochen, nehmen wir ernst und holen die Nudeln akribisch auf die Minute genau aus dem Wasser. Punktlandung: die Muscheln sind all dente, nicht zu weich aber auch nicht zu fest. Zur Verkostung servieren wir sie mit einer schönen Wintergemüsepfanne mit Wirsing, Karotten und selbstgemachtem Mandel-Hefeflocken-Chili-Parmesan. Lecker!

Preis: 250 Gramm kosten um die 2,60€. Im Vergleich mit konventioneller Pasta natürlich relativ teuer, jedoch handelt es sich hier auch um ein Bio-Produkt welches zudem das glutenfrei-Siegel trägt und damit an die Produktion zusätzliche Ansprüche gestellt werden.

Fazit: 5 von 5 Punkten, klare Kaufempfehlung

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