Zero Waste und nachhaltiger Konsum

Das Dilemma der Zero Waste Bewegung und dem veganen Fitness Lifestyle

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Worum geht es eigentlich bei diesem Zero Waste?

Die Zero Waste Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst schonend mit den Ressourcen unserer Welt umzugehen, Müll zu vermeiden und nachhaltig zu leben.

Dazu gehört es auch, möglichst wenig Lebensmittel wegzuwerfen, Plastikverpackungen zu meiden und z.B. auch im Hinblick auf Reinigungsmittel oder Kosmetik möglichst naturverbunden zu handeln. Hinzu kommt der Ansatz, möglichst viel zu recyclen oder zu kompostieren.

Kleine Schritte kannst auch du sofort im Alltag umsetzen: verzichte auf Strohhalme. Vermeide den Coffee to go im Pappbecher und bringe deinen eigenen Thermobecher mit, gleiches gilt übrigens auch für Proteinshakes im Fitnessstudio. Habe beim Einkaufen immer deinen Rucksack oder Stofftaschen vorbei, die Plastiktüte sollte tabu sein.

Wir stellen unser Konsumverhalten auf den Prüfstand

Was gehören zu den Pärchen, die am Samstag Mittag den typischen Wocheneinkauf machen. Unsere Stofftaschen voller Lebensmittel beginnt dann das Auspacken und Verräumen in den Schränken. Und dabei wurde uns bewusst, dass leider noch immer viel zu viel Plastik auf unserer Küchenplatte liegt.

Tofu und Seitan in Plastik und Papierumverpackung. Soja- und Mandelmilch in Tetrapacks. Veganer Joghurt in Plastikbechern. Fairtrade Kaffee im Plastiksack. TK Himbeeren in der Plastiktüte.

Muss das denn sein?

Vegan Fitness Küche goes Zero Waste

Obst und Gemüse ohne Umverpackung

Obst und Gemüse ohne Umverpackung direkt vom Biobauern

Ist es nicht verrückt, dass gerade das Biogemüse im Supermarkt in Plastik eingeschweißt ist? Gerade an dieser Stelle wird einem der ökoligisch korrekte Konsum schwer gemacht. Eisbergsalat in Plastik, Möhren in der Styropor-Schale, Äpfel im Plastiksack, Beeren in der Plastik-Hartschale ...

Gerade bei unserem Gemüsekonsum eines veganen Pärchens kommen hier große Mengen an Umverpackung zusammen! Daher haben wir bereits vor einigen Jahren den Schritt gemacht und lassen uns seitdem unser Gemüse vom Biobauern in der Gemüsekiste liefern.

Für unsere Leser im Stuttgarter Raum: wir bestellen bei Laiseacker.

Unser Gemüse und Obst wird einmal wöchentlich vom Biobauern in der praktischen Gemüse-Abo-Kiste geliefert: unverpackt, bio, das meiste regional. Die Produkte liegen lose in einer Pfandkiste, besser gesagt in zwei bis drei Kisten. Muss doch mal etwas verpackt werden so werden Papiertüten verwendet.

Wenn du in Großstädten wohnst lohnt es sich auch zu prüfen, ob in deiner Nähe nicht auch eine Foodsharing oder Fairtailer Station ist, an der Lebensmittel von Supermärkten oder Restaurants, die sonst im Müll landen würden, verteilt werden.

Hülsenfrüchte selbst kochen und in Gläsern lagern statt in der Dose zu kaufen

Diesen Schritt sind wir bereits vor langem gegangen, es macht jedoch Sinn sich dessen noch einmal bewusst zu werden: es ist so einfach, Kichererbsen, Kidney Bohnen, Linsen etc. selbst einzukochen. Meist stellen wir am Wochenende einmal den großen Schnellkochtopf auf den Herd und kochen einige Gläser Hülsenfrüchte vor.

Das hat nicht den Vorteil, dass wir den Salz und Zuckergehalt in den Lebensmitteln selbst kontrollieren können sondern hilft auch die Menge an Müll zu reduzieren.

Die getrockneten Hülsenfrüchte kaufen wir in großen Mengen, z.B. beim Inder oder auch im Unverpackt Laden.

Seitan aus Gluten selbst herstellen

So lecker die Seitanprodukte aus dem Bioladen sind, leider sind diese immer in Plastik eingeschweißt. Alternativ kannst du dir auch eine möglichst große Packung Gluten kaufen und Seitan selbst herstellen.

Um auch beim Seitan kochen möglichst wenig Müll zu produzieren haben wir von der alten Methode den Seitan in Plastikbeuteln oder Alufolie-Würsten zu kochen nun auf eine Methode gewechselt, bei der wir den Seitan in Einmachgläsern im Topf kochen. Aber auch die Variante ihn im Wasserdampf zu garen gelingt.

Hafermilch selber machen

Vegane Hafermilch selber machen und Müll sparen

Im Gegensatz zur etwas komplizierteren Herstellung von Sojamilch kannst du Hafermilch sehr leicht selber herstellen. Hier reicht ein Topf und Pürierstab oder ein Mixer. Klar, geschmacklich kommt die selbst gemachte Hafermilch gerade am Anfang vermutlich noch nicht ganz an deine veganen Lieblinge aus dem Laden heran. Gerade beim Kaffee sind wir persönlich auch relativ heikel, was die Art der Milch angeht.

Für den Anfang kannst du aber z.B. für das morgendliche Müsli, die Overnight Oats, dein Porridge, den Proteinshake etc. auf die selbstgemachte Milch wechseln, da der Eigengeschmack hier durch die anderen Zutaten meist eh nicht so präsent ist.

Im Hinblick auf Anbau, Transportwege und regionale Verfügbarkeit schneidet Hafer auch besser ab als z.B. Mandeln oder die meisten Sojabohnen. Lupinenmilch haben wir bereits versucht selbst herzustellen, was jedoch in einem kulinarischen Fiasko endete.

TK Produkte in Pappkartons kaufen

Als Sportler essen wir gerne TK Beeren im Joghurt oder Shake. Auch TK Spinat, grüne Bohnen oder Rosenkohl ist gesund und macht sich gut auf dem Speisezettel. Es ist ein leichtes hier statt der Plastiktüten die Produke im Karton zu kaufen.

Vorräte im Unverpackt-Laden kaufen

Verpackungsfrei Einkaufen im Schüttgut, Stuttgart

In immer mehr Städten gibt es sogenannte Unverpackt-Läden: Hier kannst du Gefäße selbst mitbringen und diese immer wieder befüllen. So sparst du bei Produkten des täglichen Bedarfs wie Haferflocken, Reis, Hülsenfrüchten, Kaffee, Nüssen etc. die Plastik- oder Papierverpackungen und kannst damit bereits große Mengen Müll reduzieren.

Deine sauberen Gefäße wiegst du beim Betreten des Laden einfach ein und bringst ein Etikett auf der Verpackung an. Und schon geht's los mit dem Befüllen. Für die Nostalgiker unter uns - es hat etwas vom guten alten Kaufladen aus unserer Kindheit!

Verpackungsfrei Einkaufen im Schüttgut, Stuttgart

In einigen Unverpackt Läden kannst du auch Essig und Öl kaufen: bringe einfach deine eigene Glasflasche mit und fülle diese auf. Gerade bei unserem täglichen Salatkonsum und damit einhergehendem Dressing-Konsum eine geschickte Lösung.

Positiv überrascht hat uns das Sortiment des kleinen Stuttgart Unverpackt Ladens "Schüttgut" im Stuttgarter Westen: hier gibt es auch Sojaschnetzel, Xylit und Kakao-Nibs unverpackt zu erwerben.

Meal Prep

Vorkochen statt Wegwerfen

Versuche auch unter der Woche, wenn du im Büro oder der Uni bist, möglichst wenig Müll zu produzieren. Dazu gehört auch die Umverpackung und Wegwerfservietten vom Imbiss oder das meist nicht wirklich nachhaltige (geschweige denn gesunde) Kantinenessen.

Wir haben es uns angewöhnt unser eigenes Essen vorzukochen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Nährwerte perfekt zum Ernährungsplan passen, sondern dass wir auch deutlich besser planen können welche Lebensmittel wir verbrauchen werden.

Du merkst, dass z.B. die Karotten dringend gegessen werden müssen oder der Brokkoli welk wird? Koche dir Suppe, Curries, Eintöpfe etc. vor. Damit hast du nicht nur ein leckeres Mittagessen für den nächsten oder übernächsten Tag sondern trägst auch zur Müllvermeidung bei.

Gerade am Abend kochen wir häufig nach dem "Dinge, die weg müssen"-Prinzip. Und mal ehrlich, selbst wenn das MHD auf der Packung bereits knapp überschritten ist, in 98% der Fälle sind die Lebensmittel bei korrekter Kühlkette auch weit über das aufgedruckte Datum noch essbar. Ein geschultes Auge und ein gesunder Geruchssinn reicht aus um zu erkennen, ob etwas noch essbar ist. Verzichte darauf Essen unnötig wegzuwerfen.

Tofu mit kurzen Transportwegen

Auch für Tofu haben wir noch keine wirklich gute Lösung gefunden, gibt es diesen doch auch großteils nur in Plastik verschweißt. Ganz selten findet man im Reformhaus noch Tofu im Glas.

Natürlich könnten wir Tofu auch selbst machen, jedoch ist das bei den Mengen die wir wöchentlich verzehren wirklich zeitintensiv, da unsere Sojamilch-Maschine auch lediglich 1 Liter Milch je Session produzieren kann.

Warum gibt es keine Tofu-Manufaktur oder Tofu-Frischetheke, bei der wir uns Tofu vom Block abschneiden lassen können und in unseren mitgebrachten Boxen geben lassen können?

Von einer guten Freundin haben wir den Tipp bekommen wenigstens Tofu von regionalen Herstellern zu beziehen, z.B. von Taifun Tofu.

Jetzt wird es schwierig

Gepuffter Amaranth

Ein Standardprodukt in unserer Müslischale ist gepuffter Amaranth. Hier verbrauchen wir pro Woche bestimmt mindestens 2 Tüten. Dabei kommt einiges an Plastikverpackung zusammen. Da wir gepufften Amaranth bisher noch nicht in Papiertüten gesehen haben (vermutlich wegen der Feuchtigkeit) haben wir uns aufgemacht, den gepufften Amaranth doch auch müllsparend zu Hause herzustellen. Das Rezept und Video dazu findet ihr bei uns im Blog.

Veganer Joghurt, ein Dilemma

Beim veganen Joghurt wird es zugegeben schwierig. Wir haben in Deutschland noch keinen Hersteller gefunden, der veganen Joghurt in kompostierbaren Behältern oder im Glas anbietet. Egal ob Alpro, Provamel, Sojade, Berief ... alle Produkte kommen im Plastik Becher oder Tetrapack.

Als Foodies und vegane Blogger haben wir natürlich schon die verschiedenen Rezepte zur eigenen Herstellung von veganem Joghurt probiert. Haben uns dafür sogar extra eine eigene Joghurt-Maschine gekauft. Die Ergebnisse waren jedoch nur mäßig befriedigend.

Hier hilft eigentlich nur bewusster Konsum und die Menge des wöchentlichen Verbrauchs zu reduzieren.

Veganes Proteinpulver ohne Plastikdosen?

Viele Sportler im Kraftsport ergänzen ihre tägliche Ernährung um den ein oder anderen Proteinshake. Die meisten Proteinpulver kommen jedoch in großen Hartplastik-Dosen oder im Plastiksack. Wirklich nachhaltig ist das nicht.

Wir machen uns auf die Suche nach nachhaltigem veganen Proteinpulver.

Vegan Blend von myProtein, das Proteinpulver von beGreen, Sunwarrior oder auch Vega scheidet wegen den Plastikdosen bereits aus.

Die Produkte von Purya werden in kleineren Dosen geliefert, diese haben zwar ebenfalls einen Plastikdeckel jedoch besteht die Dose laut Angaben einiger Webshops zumindest aus Pappe.

Von Erdschwalbe gibt es verschiedene Proteinprodukte, welche in beschichteten Papiertüten verkauft werden.

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