Interview mit dem Startup Lunch Vegaz

Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem jungen Startup LunchVegaz in der Phase ihres Crowdfundings über gesundes Bio-Essen, Verpflegung am Arbeitsplatz und dem Pontential von Food-Automaten im Office und an Universtitäten sprechen konnten!

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Kathrin hatte die Chance mit Jayanthi Thaler von Lunch Vegaz aus Berlin ein Interview zu führen.

Liebes Lunch Vegaz Team, wir habe mit Freude gelesen, dass ihr mit eurem Startup frische und gesunde vegane Mahlzeiten aus aller Welt für kochfaule Freunde der veganen Küche anbieten möchtet. Eure Mahlzeiten sollen nicht nur im Onlineshop und Laden sondern auch in Automaten zu kaufen sein.

Euer Konzept hat unser Interesse geweckt, da wir im Zuge unseres Ernährungs-Coachings immer wieder fest stellen, dass nicht jeder die Zeit und Möglichkeit hat jeden Tag Mittags und Abends frisch zu kochen und daher doch das ein oder andere Convenience Produkt auf dem Teller landet. Daher halten wir immer die Augen nach gesunden und leckeren Produkten offen, die wir unseren Coaching-Teilnehmern guten Gewissens empfehlen können.

Was hat euch zu dieser Idee gebracht? Wer steckt hinter Lunch Vegaz?

JT: Wir machen seit 10 Jahren vegan/vegetarisches Catering in Berlin und auf Veranstaltungen. So hat sich diese Idee im Laufe der Jahre entwickelt und jetzt hat sich ein Teil unseres Teams dazu entschlossen mit Lunch Vegaz einen Neustart zu machen. Noch sind wir eine kleine Gruppe von 7 Leuten und müssen erst einmal schauen wie und wo wir am besten Fuß fassen können.

Was ist das besondere an eurem Sortiment? Und sind alle Produkte 100% vegan?

JT: Ja alle Produkte sind vegan. Die Entscheidung, von vegetarisch auf vegan umzusteigen, liegt ja auf der Hand und war nur ein weiterer Schritt für unsere „Aktivistenherzen“. Das, was mich persönlich sehr begeistert, ist die Vielfalt der Gerichte und dass man sozusagen eine kulinarische Weltreise machen kann.

Woher bezieht ihr eure Rohstoffe? Sind die Zutaten bio? Und wie schafft ihr es trotz nötiger Umverpackung und Transport möglichst ökologisch zu handeln?

JT: Ja alle Zutaten sind biologisch und kommen erst einmal vom Biogroßhändler. Wir haben ein paar wenige Kontakte zu Bauern in Mecklenburg-Vorpommern und wollen diese noch erweitern, um unsere Zutaten mehr und mehr auch regional zu beziehen. Regional ist für ein uns ein Weg, ökologischer zu handeln. Wir werden nach und nach die ganze Verpackung aus Zuckerrohrfasern haben, je nach dem wie schnell die Industrie bei der Herstellung hinterher kommt. Wir hängen da leider von denen ab. Die Transportboxen sind auch nicht mit Styropor gedämmt. Es ist uns wichtig, den ökologischen Aspekt immer soweit es geht zu beachten und einzubeziehen.

Gibt es Mahlzeiten, die ihr schon als Hidden Champion im Auge habt, quasi den potentiellen Best Seller, der auch vorab bei euren Probe-Verkostungen besonders gut angekommen ist?

JT: Es gibt ein paar Gerichte, die auch bei unserem jetzigen Catering und bei den Veranstaltungen sehr gut ankommen. Das sind zum Beispiel das Thai Curry, die Gemüsebällchen in Tomatensauce und die Ayurvedische Gemüsepfanne. Das Panierte Gemüse mit Mango- und Tomaten-Dip ist aber auch definitiv ganz oben auf der Liste. Trotzdem sind wir gespannt, welche Gerichte später die beliebtesten sein werden.

Was ist dein Lieblings-Gericht im Sortiment?

JT: Das ist gar nicht so leicht zu sagen, da ich sehr gerne Esse und die Abwechslung liebe. Ich probiere am liebsten Gerichte aus, von denen ich noch nie gehört habe und selbst wenn sie mich nicht umhauen, finde ich es spitze, etwas neues kennen gelernt zu haben. Doch kann ich sagen, dass das Aztekenpie und das Schimbeera Assa zu meinen Top Favoriten zählen.

Für unsere Fitness-Community sind vor allem Gerichte interessant, die im Zuge des Clean Eating Konzepts zubereitet sind und auch von den Nährwerten her etwas zu bieten haben.

Habt ihr Mahlzeiten im Sortiment, die z.B. besonders protein-reich sind, z.B. mit viel Tofu oder Seitan? Oder Produkte mit einem klaren high-carb, low-fat Profil? Habt ihr Gerichte, die satt machen aber durchaus diättauglich sind, z.B. mit 400 bis 600 Kalorien? Kann man die Nährwerte vorab einsehen?

JT: Ja die Nährwerttabellen kann man sich anschauen. Diesbezüglich arbeiten wir mit jemandem zusammen, der sich seit über 5 Jahren mit diesem Thema beschäftigt und gerade ein Kochbuch schreibt. Dort geht er auf die verschiedenen Ernährungsweisen in Bezug auf Fitness oder Diät ein und stellt Rezepte vor, in denen die richtige Balance zwischen Kohlehydraten, Proteinen, Fett und Ballaststoffen ist. Mit ihm erarbeiten wir auch Rezepte für unser Angebot.

Gerade wenn die Tage im Büro lang sind und man erst spät ins Training kommt wird am Abend für manch einen die Zeit knapp frisch zu kochen.

Da wäre es natürlich besonders geschickt ein leckeres und gesundes Essen nur noch aufwärmen zu müssen. Ein Teil der Fitness-Community kocht sich im Sinne des Meal-Prep Konzepts bereits z.B. Sonntags einen Schwung Essen für die Woche vor. Eine häufige Frage dabei ist, wie schaffe ich es, dass das Essen drei Tage später noch frisch, lecker und bekömmlich ist.

Wie schafft ihr es, dass eure vorbereiteten Mahlzeiten nicht an Qualität verlieren, der Brokkoli grau wird und die Nudeln pappig?

JT: Das Verpacken im Vakuum ist ein leichter Trick um längere Haltbarkeiten zu erreichen und dafür gibt es auch für die Heimküche unterschiedliche Möglichkeiten. Wir entziehen dem Essen nicht nur den Sauerstoff sondern ersetzen die Luft mit einem anderen sauerstofffreien Gemisch. Dadurch erreichen wir die lange Haltbarkeit und erhalten aber auch die Farbe der Gemüse. MAP heisst dieses Verfahren.

Wie lange kann ich eine Mahlzeit bei mir im Kühlschrank lagern wenn ich um Porto-Kosten zu sparen gleich mehrere auf einmal bestelle?

Wenn das Gericht zu Hause ankommt, ist es zwischen 20 und 25 Tagen haltbar.

Könnt ihr schon sagen in welchen Läden es eure Produkte zu kaufen geben wird?

Es wird die Gerichte in einigen Bioläden geben. Welche das sein werden, veröffentlichen wir dann auf der Homepage sobald es sicher ist.

Besonders spannend finde ich an eurem Konzept die Idee mit den Automaten. Bisher kannte ich das nur aus dem Internet mit Produkten von Frosta.

Wie schaffe ich es, dass auch meine Firma eure Automaten in der Kantine oder in den Pausenräumen aufstellt? Wie viele verschiedene Gerichte wird es in einem Automaten geben und werden diese im Automaten auch erhitzt? Wer füllt den Automaten auf und wie häufig?

JT: Vorerst beginnen wir mit zwei Versionen. Einem eleganten Kühlschrank für Firmen und einem Automaten für Schulen und Unis. Bei dem Kühlschrank kann man sich das Gericht per App kaufen und danach öffnet sich dieser und das Essen kann entnommen und danach warm gemacht werden. Die Automaten werden Öfen und Mikrowellen neben an zu stehen haben, in denen die Gerichte aufgewärmt werden können. Der Automat, der das Essen selbst aufwärmt, ist noch in der Testphase und wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres fertig sein. Wer auch immer einen Automaten oder Kühlschrank im Büro oder anderweitig haben möchte, kann uns auf info (at) lunchvegaz.de anschreiben und wir können uns dann den Platz einmal anschauen. Wir organisieren die Befüllung je nach Bedarf mit allen Gerichten oder einer gewünschten Auswahl.

Was passiert mit Mahlzeiten aus den Automaten, die nicht verkauft worden sind? Habt ihr schon mal über die Beteiligung an lokalen Food-Sharing Konzepten in den Städten in denen eure Automaten stehen werden nachgedacht?

JT: Über solche Konzepte wollen wir dann nachdenken, wenn es losgeht. Dadurch, dass wir die Kühlschränke und Automaten überwachen und wissen, wie lange welche Gerichte dort noch haltbar sind, können wir dann auch Vergünstigungen in unserer App anbieten und erhoffen uns so sehr wenig Rückläufer.

Aktuell läuft noch eure Crowdfunding-Kampagne.

Von den angestrebten 10.000 Euro bei startnext sind bisher knapp 5.000 Euro zusammen gekommen. Worum geht es bei eurer Kampagne, wofür braucht ihr die Unterstützung der Crowd? Und wie geht es weiter wenn ihr euer Funding-Ziel erreicht habt?

JT: Wir haben alles soweit vorbereitet und nur die Verpackungsmaschine fehlt uns noch. Sobald das Crowdfunding zu Ende ist, beginnen wir mit dem Testkochen für das Labor und dann mit der ersten Produktion. Im April sollte es dann soweit sein. Wir freuen uns schon darauf die ersten Gerichte an alle zu verschicken, die einen Gutschein gekauft haben.

Gibt es die Möglichkeit als Unterstützer der Kampagne vielleicht vorab schon mal das ein oder andere zu probieren und Feedback zu geben?

JT: Es gibt am 14.1. in Berlin ein Buffet zum Testessen zusammen mit einem Bloggertreffen. Wer dort gerne dran teilnehmen möchte, kann sich bei uns per Email anmelden. Je nach Anzahl der Teilnehmer suchen wir dann eine Location.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei eurem Startup, wie drücken euch die Daumen! Wir haben bei startnext bereits unseren Beitrag gegeben. Falls auch du Lust hast diese Idee zu fördern hast du noch bis zum 31. Januar Zeit!

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